Das Gebiet der Inkontinenz ist trotz umfangreichen Aufklärungs-Kampagnen immer noch in weiten Teilen der Gesellschaft ein Tabuthema. Wir möchten Ihnen helfen das Schweigen zu durchbrechen und in enger Kooperation mit Frauenärzten und Urologen eine nachhaltige und langfristige Betreuung zu gewährleisten. Inkontinenz ist oftmals vollständig heilbar! Unsere fundierte Beratung und detaillierte Diagnostik stellen wir ganz in den Dienst Ihrer individuellen Erkrankung. Schonende Operationsverfahren und eine umfassende Nachbetreuung sind die Grundlagen unserer Therapieerfolge. Im Detail halten wir folgende Optionen für Sie vor:
detaillierte Diagnostik weiblicher Inkontinenzzustände
- bildgebende Diagnostik: Sonographie, ggf. Röntgen, Zystoskopie
- Funktionsteste, Miktionsprotokolle
Konservative Therapie von Inkontinenz- und Senkungszuständen
- Beckenbodengymnastik
- Elektrophysiotherapie (Beckenbodenstimulation)
- Würfelpessartherapie
Operative Behandlung von Inkontinenz- und Senkungszuständen
- abdominale Operationsverfahren
- TVT-Implantation (siehe unten)
- vaginale Operationsverfahren
Nachbetreuung, medikamentöse und physiotherapeutische Unterstützung
- (Die Sprechstunde befindet sich im Aufbau)
Inkontinenz - das TVT Kunststoffband als Behandlungsmethode
Fast vier Millionen Frauen in Deutschland leiden unter Blasenschwäche. Etwa zwei Drittel davon sind von der besonderen Form einer Streßinkontinenz betroffen. Trotz aller Aufklärung handelt es sich bei der Inkontinenz immer noch um ein Tabuthema, unter dem zahllose Frauen leiden. Während bei 10 bis 25 % der unter 60 jährigen eine Harninkontinenz diagnostiziert wurde, liegt der Anteil bei den über 60 jährigen bereits bei 37 %. Das bedeutet, dass in einer gynäkologischen Praxis über ein Drittel aller älteren Frauen mit diesem Problem konfrontiert ist. Die konventionellen Behandlungsmethoden, wie etwa die Oestrogen-Therapie und das Beckenboden-Training beseitigen in bestimmten Fällen die Beschwerden. Sind diese Behandlungsmethoden nicht erfolgreich, sollte die Patientin eine operative Behandlung in Erwägung ziehen.
Die moderne Methode Dr. Helmut Corterier, Leitender Arzt der Frauenklinik, wendet seit neun Jahren ein spezielles, minimal, invasives Operationsverfahren an. Hierbei wird ein Kunststoffband (TVT) durch einen kleinen Einschnitt um die Harnröhre gelegt. Das Band verbindet sich im Rahmen des Heilungsprozesses mit der Bauchmuskulatur und stabilisiert das Gewebe um die Harnröhre. Beim Lachen, Husten oder Heben spannen sich diese Muskeln an und erhöhen den Druck im Bauchraum. Bei Streßinkontinenz versagt ohne das neuartige Kunststoffband der Blasenverschluss, der jetzt über das spannungsfreie Netzband unterstützt wird.
Der Eingriff Die Operation dauert etwa eine halbe Stunde und kann unter einer regionalen Betäubung durchgeführt werden. Im BKB melden sich die Patienten für diese Form des Eingriffs direkt bei unserem Patientenempfang an und können in der Regel bereits nach wenigen Tagen die Klinik verlassen. Selbst der von Patienten oft gefürchtete Katheter ist nach dem Eingriff nicht erforderlich.
Ergebnisse Dr. Helmut Corterier ist von dieser modernen Methode überzeugt: „Durch die geringe Belastung der Patientinnen und die hohe Erfolgsrate von über 90 % stellt der Eingriff gemessen an allen vergleichbaren Techniken eine sehr innovative Entwicklung dar.“ Aufgrund des minimal, invasiven Eingriffs und der Weiterbehandlung ohne Katheter sind Entzündungen oder andere Komplikationen überaus selten. Die Art der Operation birgt während und nach der Behandlung nur sehr geringfügige Risiken und empfiehlt sich daher gerade auch für Frauen höheren Alters. „Diese moderne Methode hat bisher schon zu einer deutlichen Senkung der Angst vor einer operativen Behandlung der Inkontinenz bei unseren Patientinnen geführt“, so der Leitende Arzt der Frauenklinik. |